13* Die Tür zur Kommunikation

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Gehirn einschalten, Mund auf, Worte raus, wenn man Glück hat in ganzen Sätzen, Mund zu und abwarten, ob eine Resonanz kommt. So funktioniert, mal ganz platt ausgedrückt, Kommunikation auf Norddeutsch. Ich hoffe, ich trete hier mal niemanden die Füße platt. Vielleicht geht das mit den ganzen Sätzen ja auch nur auf Plattdeutsch? Irgendwas scheine ich da noch nicht so ganz verstanden zu haben. Macht nix, ich muss nicht alles können. Mit der Einstellung geht es mir fix besser. Und außerdem, ich mag den norddeutschen Charme.

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Andererseits: Der warme Klang einer Stimme, gepaart mit sinnvollen, anregenden Sätzen, was gibt es Sinnvolleres als zuzuhören? Da gehe ich liebend gerne in Resonanz, gerne auch ein bisschen länger. Das ist, als wenn zwei Saiteninstrumente miteinander harmonisieren, die eine wird gespielt und die andere schwingt und tönt mit. Ein inniger Austausch ist möglich.

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Als ich heute durch die Tür dieser Art Kommunikation ging, öffneten sich auch Türen zu den Herzen. Die Stimme in all ihren Qualitäten gibt soviel Aufschluss über die eigentliche Befindlichkeit. Es gibt so viele Möglichkeiten, über die Stimme Stimmungen hervorzuholen und Stress zu mindern. Ein Segen, wer dies in der Kindererziehung anzuwenden weiß.

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Die Norddeutsche in mir nickt. Einmal, – das muss reichen.

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Text 2015 © Simone Richter

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