05* Die Tür zur Friedlichkeit

Friedliche Ruhe, den ganzen Tag, welche Tür ich auch öffne, in jedem Raum – wie entspannend!
Das ganze System einfach mal runterfahren, Regenerationsprogramm einschalten, Traum aussuchen und einen Tag lang in den Winterschlaf fallen.
Jetzt bin ich wach. Und fit. Und erholt. Vor mir liegt die Nacht. In diesem Dunkel tickt eine bedeutungsvolle Zeit.
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Wie viele Menschen werden aufgrund der heutigen Nachrichten nicht schlafen können? Werden sich fragen, ob sie wirklich vorbereitet sind auf das was auf sie zu kommt. Sie werden sich fragen, ob es die wahren Werte sind, für die sie leben. Für die sie Vorbild sind für ihre Kinder. Vor uns allen liegt eine Nacht von vielen. Es ist eine Nacht, in der neue Entscheidungen getroffen werden können. Für das Leben. Für die Liebe.
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Um in der eigenen Entwicklung weiter kommen zu können bedarf es nicht nur Liebe, sondern auch Mut, heraus aus der Angst und hinein in die Liebe.

Was aber bedeutet schon Mut, sich einem Kampf zu stellen, den man nur verlieren kann, weil er gegen das Leben ist? Was bedeutet schon Mut, wenn man aus Angst falsche Entscheidungen einfach weiter lebt oder mitträgt? Wie viel Mut braucht es, um durch die Nacht eines Krieges zu gehen? Wer in Berührung gekommen ist mit den Flüchtlingen, den Überlebenden, den Botschaftern aus Kriegsregionen, der wird mit dem Herzen entscheiden, nicht mehr nur mit dem Verstand. Was ist Liebe, was ist Frieden, wenn die Bedeutung fehlt? Wie kann Liebe und Frieden Raum gegeben werden, wenn im Einzelnen nicht der Mut aufgebracht werden kann, Liebe und Frieden zu leben, weil er sich und seine Ansichten wichtiger nimmt als das Gesamtwohl und sie gegenüber allen durchsetzen will?
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In dieser Nacht gehen alle gute Gedanken und Segnungen an alle Menschen, die einen liebevollen Zuspruch brauchen, um mutig ihre Entscheidung für das Leben, für sich und für andere, zu treffen.
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Entzündet in diesem Dunkel ein Licht,
zu leuchten dem Glauben, der Zuversicht.
Im hellen Schein können wir uns sehen,
im hellen Schein erst können wir verstehen.

Fürchtet das Gesehene nicht,
ein jeder seinen Segen sich spricht:
Ich möchte dem Leben mit Liebe begegnen,
damit sich dem Frieden alle Wege ebnen.

Im Innen und im Aussen, danke, so sei es.

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Gedicht aus: Klang ein Traum in der Stille durch die Nacht © Simone Richter

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Text 2015 © Simone Richter

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